Angesichts der anhaltenden Kontaktsperre finden sich viele Arbeitnehmer nach wie vor im Home Office wieder. Und nachdem jetzt die erste Aufregung verflogen ist, stehen viele vor alltäglichen Herausforderungen, mit denen man erstmal zurechtkommen muss.

Die eigene Disziplin 

Die heutigen technischen Möglichkeiten erlauben es uns, ortsungebunden arbeiten zu können. Allerdings erfordert das zum einen das Vertrauen der Führungskraft und zum anderen Selbstorganisation und Selbstdisziplin vom Mitarbeiter zu Hause. Und ausgerechnet die eigene Disziplin scheint manchmal im Büro geblieben zu sein. 

  • Behalte deine Routine bei: stehe zeitig auf und ziehe dich an, als würdest du ins Büro gehen. Das bringt dich ins richtige Mindset und zeigt dir, dass jetzt Arbeit und nicht Rumgammeln angesagt ist.
  • Definiere einen festen Arbeitsplatz: ideal ist natürlich ein geschlossener Raum, in dem du dich konzentrieren kannst und in Ruhe telefonieren. Mal am Ess- oder Küchentisch zu arbeiten geht für einzelne Home Office Tage auch ganz gut. Für einen längeren Zeitraum sollte ein vernünftiger Bürostuhl und ein ergonomisch ausgerichteter Monitor das mindeste sein.
  • Strukturiere jeden Morgen deinen Tag: Was willst du heute erledigen? Wie lange kannst du konzentriert an einer Sache arbeiten? Das gibt Struktur und hilft, möglichen Ablenkungen zu entkommen.
  • Formuliere deine Ziele realistisch: Auch im Home Office brauchst du Erfolge. Am Ende des Tages solltest du ein Ergebnis vorliegen haben. Das lässt dich den Feierabend genießen und verhindert, dass du bis zum späten Abend noch Sachen fertig machen musst.
  • Plane Pausen ein: dazu zählen auch Kaffeepausen, die nicht vor dem Rechner stattfinden sollten. Bist du sonst mit deiner Kollegin in der Mittagspause spazieren gegangen? Behalte das auch jetzt bei. Einmal im strammen Schritt um den Block gibt wieder neue Energie.
  • Definiere einen Feierabend: es ist so leicht abends nochmal schnell eine E-Mail zu beantworten, etwas fertig zu machen oder kurz zu telefonieren. Vereinbare mit deinem Team Kommunikationsregeln zur An- und Abwesenheit. So kannst du Bescheid geben, wenn du „das Büro verlässt“ und das Antworten bis zum nächsten Tag warten müssen. Jetzt kannst du auch in deine Jogginghose schlüpfen!

Die leichte Ablenkung 

Prokrastination geht natürlich auch im Büro, aber im Home Office lauern die Versuchungen an wirklich jeder Ecke. 

  • Lass dich nicht vom Internet ablenken: wer einmal anfängt im Netz zu surfen, verdaddelt ganz schnell ganz viel Zeit ohne es zu merken. Um sich selbst zu kontrollieren, gibt es Tools, die aufzeichnen, wieviel Zeit du auf welchen Webseiten verbringst (z.B. Rescue Time). Andere Tools blockieren für dich bestimmte Webseiten und Apps über den Tag (z.B. Freedom). Das sorgt für mehr Fokus und somit für mehr Produktivität.
  • Lass dich nicht vom Haushalt ablenken: das Badezimmer muss dringend gewischt werden und die Küche auch? Wenn du im Büro bist, kannst du auch nicht mittendrin durchsaugen. Dafür gibt es nach wie vor den Abend und das Wochenende.
  • Lass dich nicht vom Sport abhalten: im Home Office sind die Wege generell kürzer und dieser Bewegungsmangel wird sich bei uns allen sehr schnell zeigen. Deswegen lass dich nicht hängen! Ein regelmäßiger Abendspaziergang, eine Runde Joggen, Situps, Tanzen, Yoga,… die Möglichkeiten sind nahezu unendlich und die kostenlosen Online-Programme und Apps sind zahlreich. Keine Ausreden! 

Die lieben Kleinen 

Das Büro den ganzen Tag zu Hause? Die Kinder den ganzen Tag zu Hause? Der Partner/die Partnerin auch? Und das über Wochen? Das stellt das Familienleben auf die ganz harte Probe. Bitte, bitte behalte die Nerven. Für die Kinder ist es auch nicht leicht den ganzen Tag drin zu sein und nicht mit ihren Freunden herumzutollen. Mit den Eltern jeden Tag Spazierengehen lastet keinen 5jährigen ausreichend aus. 

  • Plane über den Tag verteilt kurze Familienzeiten ein und nutze diese ausschließlich und ohne zu Telefonieren für deine Kinder. So fühlen die Kleinen sich nicht vernachlässigt und du kannst den Rest der Zeit konzentriert und ohne schlechtes Gewissen am Schreibtisch sitzen. 
  • Informiere dich auf ganz neuen Kanälen: Die Webseite Kleine Forscher bietet wissenschaftliche Experimente rund um Naturwissenschaft, Mathematik und Technik an. (Für Kinder ab 6 Jahren empfohlen.) 
  • Auch zur Freude vieler Erwachsener läuft jetzt die Sendung mit der Maus täglich (Mo-Fr 11:30 Uhr im WDR). Und bei den Lach- und Sachgeschichten lernt man sogar was. (Für Kinder ab 4 Jahren empfohlen.) 
  • Die Suchmaschine, die nur kindgerechte Inhalte liefert, heißt fragFinn. Ist auch gut, um für Hausaufgaben zu recherchieren. (Für Kinder ab 6 Jahren empfohlen.) 
  • Es gibt auch Lernportale, wenn es etwas pädagogischer zugehen soll: Sofatutor oder Anton bieten fächerübergreifende Inhalte bis zur 10. Klasse.  

Die beste Praxis

Die Erfahrungen, die wir schon seit Jahren machen und die intensiven Erfahrungen, die wir gerade im Moment machen, möchten wir mit euch teilen.  

Tipps und Tricks, Workarounds und Werkzeuge stellen wir euch in den kommenden Tagen hier in unserem Blog vor.  

Wir freuen uns über Anregungen von euch, über verrückte Ideen und best practices.  

#staytuned #staysafe #stayhome 

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