DIE SCHAFE AUF DEN RICHTIGEN KURS BRINGEN

Rund 650 Schafe und das 4craft Team hinter dem Weidezaun. Was kurios klingt, ist vergangene Woche bei unserem Teamevent am Rande des Westerwaldes Wirklichkeit geworden. Die Aufgabe: Schafe zusammenhalten und auf die neue Futterweide führen. Was bei erfahrenen Schäfern nach einem Kinderspiel aussieht, ist harte Arbeit und erfordert allerlei Entschlossenheit sowie das richtige Maß an Führung.

Die Schafherde und Emma der Esel

VON FLIEGENDEN SCHAFEN UND DEM FEHLENDEN RÜCKWÄRTSGANG

Zunächst hieß es deshalb für uns üben, üben, üben. Wie bekommt man die Herde in Bewegung? Wie stoppt man sie? Und noch wichtiger, wie führt man sie zielgerichtet den geplanten Weg entlang? Unser Guide Hape gab uns zunächst konkreten Anweisungen, wie die Schafe in Bewegung zu setzen sind. Viel Unterstützung war am Anfang nötig, um Harpes Aufgaben zu bewältigen. Er erhöhte dabei das Schwierigkeitsniveau kontinuierlich. Zwischen den einzelnen Aufgaben hatten wir im Team das Gelernrte immer wieder zu reflektieren und den Schlachtplan für die nächste Aufgabe zu besprechen.

Wesentlich dabei: Die Schafsherde kennt nur den Vorwärtsgang. Und das versucht ein Schaf in der Herde notfalls springend durchzusetzen. Falls das Schaf mal fliegen sollte, gab Hape uns den folgenden Tipp noch zur Hand: Immer aus der Flugbahn gehen! Wenn mehr als 600 Schafe sich erstmal in Bewegung gesetzt haben steht eines definitiv fest: Als Schäfer hat man keinen Rückwärtsgang.

DAS EXPERIMENT BEGINNT

Nun war er da, der Moment, in dem wir die Verantwortung für die gesamte Herde übernehmen mussten. Also auf zur neuen Futterweide! Schnell war die Rollenverteilung im Team geklärt und die Herde in Bewegung gesetzt. Ein gelungener Start, doch kaum begonnen, kam die ersten Herausforderung: Der Weg von der ursprünglichen Weide zum Waldweg in Richtung Ziel führte über eine frische Wiese mit leckerem grünem Gras. Eh wir uns versahen, hatte die Herde die Führung übernommen und beschlossen, dort einen Snack einzulegen. Es kostete viel Schweiß und Nerven, um alle Schafe wieder auf Kurs und den geplanten Weg zu bringen. Nach weiteren kleinen Hindernissen und Verlockungen, wie Blumenbeeten und saftig grünen Kleewiesen, sowie einem kurzen Zwischenstopp zur erneuten Reflektion und Strategieanpassung, führten wir die Schafherde schlussendlich wohlbehalten und vollzählig auf den neuen Weidegrund.

Die Schafherde

UND WAS SOLLTE DAS JETZT?

In unserem direkten Umfeld wurde uns diese Frage immer wieder gestellt, was das bringen soll. Nun, zu aller erst: Spaß und die Möglichkeit, Zeit im Team zu verbringen. Letztere ist durch unseren Arbeitsalltag bei den Kunden eher spärlich gesät.

Während der Arbeit mit den Schafen konnten wir jedoch auch einige Parallelen zu uns als Team und unseren Kunden ziehen:

  • Einer muss die Verantwortung für das Ganze übernehmen.
  • Das Team muss zusammenarbeiten, miteinander kommunizieren und das gemeinsame Ziel kennen.
  • Flexibilität, schnelle Verantwortungsübernahme und situative Entscheidungen helfen das Ziel auch bei unvorhergesehenen Ereignissen zu erreichen.

DANKE!

Nach diesem erlebnisreichen Tag im wunderschönen Westerwald bleibt und nur noch das Danke sagen. Danke an Hape für die super Organisation, die tolle Begleitung und das fantastische BBQ im Schafstall. Danke an Tim für das Vertrauen in uns, seine Schafherde wohlbehalten und sicher auf die neue Weide zu führen. Sowie die vielen witzigen und praktischen Einblicke in seine tägliche Arbeit.

Und natürlich Danke an die vielen flauschigen Schafe, an Till den Hütehund und Anton den Ziegenbock, unseren heimlichen Leithammel, der uns die Arbeit an der ein oder anderen Stelle sehr erleichtert hat.

Anton, der Ziegenbock
Ziegenbock Anton und Deborah