Die Chefetage fordert regelmäßig Kreativität von ihren Mitarbeitern. Denn wer kreativ ist, aus dem sprudelt es nur so von Ideen. Daraus entstehen innovative Lösungen. Aber mal eben auf die Schnelle Ideen, Lösungen und Innovationen zu finden, das geschieht nicht ohne weiteres im Arbeitsalltag. Design Thinking hilft hier. Die Methode dient dazu, alte Gewohnheiten zu durchbrechen und neue Wege zu beschreiten. Design Thinking gibt Mitarbeitern Raum für wilde Gedanken. Es befeuert sie. Das ist der erste Schritt, damit aus kreativen Ideen innovative und erfolgreiche Produkte entstehen.

Die Ideen fließen lassen  

Doch wie messe ich den Erfolg von Design ThinkingLässt die Zahl der Ideen schon Rückschlüsse zu, welche Resultate das Produkt am Markt erzielen wird?  

Als messbaren Erfolg können Unternehmen verbuchen, dauerhaft am Markt profitabel zu bestehen. Dafür braucht es gewinnbringende Produkte, aber eben nicht tausende Ideen. Es reicht manchmal schon die eine goldene Idee, die den Markt aufrollt. Die Wahrscheinlichkeit, dass der neue Stern am Produkthimmel darunter ist, erhöht sich, je mehr Ideen zusammenkommen. 

Die Schere im Kopf verhindern

Entscheidend ist dafür zu Beginn, die Schaffens- und Schöpfungskraft kräftig anzustoßen. Tatsächlich ist sie oft in Unternehmen gebremst. Dabei kann jeder Mensch kreativ sein und so zur Quelle der Inspiration werden. Das hat weniger mit Talent, sondern mehr mit Herangehensweise zu tun. Hier hilft Design Thinking durch Techniken, die den Spielraum für wilde Ideen schaffen. Von Beginn an entstehen so konkrete Ansätze für innovative Produkte. Besonders disruptive Ansätze werden gefördert, mit denen sich traditionelle Entwicklungsabteilungen eher schwertun. Die berühmte Schere im Kopf („Das haben wir noch nie gemacht!“ – „Das ist zu teuer!“ – „Das wird unser Vorstand nicht mittragen!“ – „Das brauchen wir gar nicht erst versuchen!“) ist im ersten Schöpfungsprozess tabu. Es gilt zunächst: Je verrückter desto besser! Außerhalb der Box denken! Sich auf die Spinnereien von anderen einlassen!  

Erst im Anschluss werden die Ideen konsolidiert, bewertet und detaillierter ausgestaltet. Das passiert unter frühestmöglicher Einbindung potentieller Produktnutzer. Zum Beispiel durch die Entwicklung von Prototypen, die für Feedback vorgeführt werden.  

Den neuen Stern finden

Nicht die Zahl generierter Produktideen ist daher das Erfolgsmaß für Design Thinking. Sondern das Querdenken! Vor 15 Jahren hätte niemand sich vorstellen können, dass ein Endgerät Telefon, Bildergalerie, Musiksammlung und mobiles Büro in einem ist. Das Problem besteht traditionell immer wieder: Selbst das Auto sah Kaiser Wilhelm II einst als vorrübergehende Mode. Es lebe die Pferdekutsche!  

Für Design Thinking braucht es stetig Mut zu experimentieren. Noch wichtiger ist zu Beginn, für diesen Prozess offen zu sein und sich darauf einzulassen. Der Nutzen von Design Thinking bemisst sich eben nicht daran, dass viele kreative Produktideen entstehen. Das ist nur der Anfang. Das Zusammenspiel von Raum, Team und Prozessen ist entscheidend, um die Produktentwicklung erfolgreich zu gestalten.